Das Licht der Welt

Das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe zeigt noch bis zum 7. April 2024 eine umfassende Werkschau des Lichtkünstlers Heinz Mack. Die Ausstellung bildet mit 130 Werken die große Vielfalt aus sechs Jahrzehnten seines Schaffens ab – erstmalig widmet sich das Haus derart umfassend seinen poetischen und zeitlosen Arbeiten

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Bei Eröffnung der Ausstellung, Mitte September 2023, drückte Heinz Mack (BTR 3/2021) sein großes Bedauern darüber aus, nicht an der Seite von Peter Weibel die fertige Ausstellung erleben zu können. Denn auf dessen Idee ging die Retrospektive zurück. Weibel war seit mehr als 25 Jahren Direktor des ZKM sowie Künstler, Wissenschaftler und Kurator, ein Pionier der Medienkunst. Am 1. März 2023 verstarb er überraschend – mitten in der Vorbereitung zur Ausstellung über Mack.

Ein großer Teil der Arbeiten von Heinz Mack ist mehr als 50 Jahre alt, erzählt er im Interview mit dem SWR, auch er habe vieles lang nicht mehr gesehen. Froh sei er daher, dass diese Installationen, die sich bisher im Dunklen befanden, endlich das Licht der Welt erblicken würden.

Kunst neu denken
„Ohne Experimente kommen wir in der Welt überhaupt nicht weiter“, betont der heute 92-Jährige im SWR-Interview. In den 50ern und 60ern galt Mack als Kunstrebell. Gemeinsam mit Otto Piene gründete der Bildhauer und Maler 1958 die Künstlergruppe ZERO, 1961 gesellte sich Günther Uecker dazu. Mit ihren avantgardistischen Arbeiten und spektakulären Aktionen propagierten sie in der muffigen Adenauer-Zeit einen Neuanfang in der ...

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BTR Ausgabe 1 2024
Rubrik: Ausstellungen und Workshops, Seite 74
von Iris Abel

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