„Das Feuer malt, das Auge staunt“

Erstmalig thematisiert eine Ausstellung umfassend die Technik, Ästhetik und Atmosphäre des römischen Kunstlichts: „Neues Licht aus Pompeji“ in den Antikensammlungen bringt zahlreiche bronzene Originale aus Pompeji nach München: Öllampen, Kandelaber, Lampenständer und figürliche Lampen- und Fackelhalter. Die Ausstellung präsentiert Erkenntnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts und erzählt mit antiker Lichtästhetik ein Stück Kultur- und Sozialgeschichte

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Die versunkene Stadt Pompeji am Golf von Neapel ist keine Unbekannte. Ihre Straßen, Gassen und Paläste, ihr Amphitheater üben seit ihrer Entdeckung im 18. Jahrhundert eine große Faszination auf viele Menschen aus. Der Vulkanausbruch des Vesuvs im Oktober 79 n. Chr. brachte das Leben der Menschen schlagartig zum Erliegen, begrub Lebewesen und Architekturen unter einer meterdicken Ascheschicht. Inzwischen freigelegte Reste der Stadt, der Alltags- und Kunstgegenstände sowie erhaltene detailreiche Fresken vermitteln uns eine Vorstellung vom Leben der Menschen in der antiken Stadt.

Damit öffnet sich ein einzigartiges Tor zur Vergangenheit. Nun widmet sich die Sonderausstellung „Neues Licht aus Pompeji“ einem lebens- und gesellschaftlich wichtigen Medium: Feuer, Licht und Beleuchtung der untergegangenen Stadt stehen im Mittelpunkt der Schau, die noch bis zum 2. April in den Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz zu erleben ist.

Unscheinbare Objekte zum Leben erwecken
Welche Rolle spielte das Licht, die künstliche Beleuchtung im Leben der Menschen, am Fuß des Vesuvs? Ein umfangreiches, mehrjähriges Forschungsprojekt geht dieser Frage nach. „Licht war für die Menschen damals weit ...

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BTR 1 2023
Rubrik: Ausstellungen und Kongresse, Seite 68
von Iris Abel

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