Das antike Rom in Celle

Das diesjährige Sommertheater des Celler Schlosstheaters zeigte „Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt. Dafür wurden im Innenhof des barocken Schlosses ein römischer Tempel und eine u-förmige Zuschauertribüne eingerichtet. Der Technische Leiter Oliver Neumeyer berichtet über die Realisierung der Aufführungen

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Wer das Sommertheater des Celler Schlosstheaters im Juni oder Juli besucht hat, den umgab nicht nur die Atmosphäre des barocken Schlosses, der nahm auch einen kräftigen Zug Antike in sich auf. Denn für die sommerliche Inszenierung umschlossen die Wände des barocken Schlosshofs einen römischen Tempel, dem Verfall nahe. Vorgelagert befand sich ein kleiner Platz mit Säulenstümpfen und Basen, auf denen anfänglich noch Statuen zu sehen waren. Sowohl der Tempel als auch der Platz wurden u-förmig von Zuschauertribünen eingefasst, die eher wie Marktstände denn wie Tribünen wirkten.

In dieser Kulisse wurde das diesjährige Sommertheater des Celler Schlosstheaters aufgeführt: „Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt.

Das Schlosstheater Celle blickt auf eine lange Geschichte zurück, es wurde 1670 bis 1674 vom Opernliebhaber Georg Wilhelm Fürst von Lüneburg gegründet und erbaut. Es ist eines der ältesten Theatergebäude Europas. Bis 1890 spielte es als eines der wenigen Theater mit festem Ensemble. Es folgte jedoch eine Pause bis in die 1930er-Jahre. 1935 wurde das Theater renoviert, der barocke Charme des Zuschauersaals verschwand. Nach der Renovierung wurde der Spielbetrieb wieder mit ...

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BTR 4 2022
Rubrik: Produktionen, Seite 46
von Oliver Neumeyer

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