Bühnenwelten analog und digital

Für die Sonderausstellung „Bühnenwelten“ des Kleist-Museums (BTR 3/2022) in Frankfurt (Oder) wurden zeitgemäße Medien produziert, die die analoge mit der digitalen Welt verknüpfen. Auf Basis der vorhandenen Bühnenmodelle entstand ein augmentierter Katalog sowie eine Begleitanwendung zur Nutzung direkt in der Ausstellung. Wie lief der Prozess von der Wahl der Technologie über die Content-Produktion bis hin zur Entwicklung?

Die Forschungsgruppe INKA (Informations- und Kommunikationsanwendungen) der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin arbeitet seit 1999 am Schnittpunkt zwischen Informatik und Kultur. Seit über 20 Jahren forscht die Gruppe in verschiedenen Drittmittelprojekten und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, wie etwa Museen, Konzerthäusern und anderen Kultureinrichtungen. Sie fokussiert sich dabei insbesondere auf das Schaffen von innovativen Zugängen zu Kultur und kulturellen Inhalten unter der Verwendung von modernen Technologien.

In den vergangenen Jahren rückten hierbei vermehrt Augmented, Virtual und Mixed Reality in den Fokus. So gibt es das Projekt „APOLLO“, in dem innovative AR- und VR-Anwendungen gemeinsam mit dem Konzerthaus Berlin entwickelt werden, sowie das Projekt „AURORA“, in dem Künstler:innen aus Berlin und Brandenburg bei der Entwicklung ihrer eigenen AR-Anwendungen unterstützt und angeleitet werden. In

Kooperation mit dem Museumsverband Brandenburg entstand 2019 anlässlich der Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung eine augmentierte Broschüre sowie einige augmentierte Postkarten, die 3D-Scans von Objekten des Museumsverbands zeigen. Für die Eröffnung der ...

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BTR 4 2022
Rubrik: Ausstellungen und Tagungen, Seite 26
von Catherine Heyart, Julien Letellier, Katrina Rizakova, Elisabeth Thielen

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