Breites Wissen als Basis für Kreativität

Die Theater- und Veranstaltungsbranche wird seit den späten 80er-Jahren von einem stetigen technischen Wandel geprägt. Verschiedene Ausbildungen und Studiengänge sowie Weiterbildungen wurden entwickelt, die sich etabliert haben, aber auch weiterhin Veränderungen angepasst werden müssen. Ein Gespräch mit Prof. Stephan Rolfes über den Studiengang „Theater- und Veranstaltungstechnik und -management“ an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und dessen Zukunft.

Mehr als 30 Jahre Ingenieurausbildung an der Beuth Hochschule Berlin – Absolventen und Absolventinnen der Bachelor- und Masterstudiengänge der Theater- und Veranstaltungstechnik sind aus der Branche nicht mehr wegzudenken. Wie war die Entwicklung? Was sind die Inhalte der Ausbildung? Welche Ideen für die Zukunft gibt es?

Wesko Rohde: Herr Rolfes, seit wann gibt es die Studiengänge für Veranstaltungstechnik?

Stephan Rolfes: Die Ingenieurausbildung in der Theater- und Veranstaltungstechnik begann 1987.

An der damaligen TFH wurde in Kooperation mit der TU und der Hochschule der Künste in Berlin der Diplomstudiengang „Theater- und Veranstaltungstechnik“ gestartet. An der Initiative für den Studiengang war die DTHG maßgeblich beteiligt. Man war damals zu der Auffassung gekommen, dass die Leitung und der Betrieb der modernen Theater nicht ohne Ingenieurausbildung zu leisten ist. Die Anforderungen seitens der Kunst, die rasanten technischen Entwicklungen im Bereich der Bühnenmaschinerie, der Steuerungstechnik, der Licht- und Tontechnik bedingen eine hohe Qualifikation der Verantwortlichen. Es ging damals schwerpunktmäßig um Theatertechnik. Die Veranstaltungsbranche war noch nicht so stark ...

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BTR Sonderband 2020
Rubrik: Thema: Ausbildung & Studium, Seite 84
von Wesko Rohde

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