Alternativen für die aufführenden Künste

Neue Realitäten fordern neue Modalitäten: Social Distancing bedroht die Theaterlandschaft, auf mittlere bis längere Sicht. Kann Bühnenkunst überhaupt mit dem Coronavirus leben? Hoffnung machen Künstler, die schon vor Covid-19 Formen entwickelten, die sich für Bühne und Streaming gleichzeitig eignen. Das Internet, Motion Capture und Computeranimation spielen dabei ­entscheidende Rollen. Hinter der VR steht dagegen ein Fragezeichen.

Es wird eine Zeit nach Ausgangsbeschränkungen und Abstandsregeln geben. Selbst im Theater. Doch während sich das Geschäft von Bäckereien, Drogerien oder Frisören nur im Detail verändert, weiß niemand vorherzusagen, wie sich die Bühnenkünste in einer Post-Corona-Welt entwickeln. Zumindest wahrscheinlich ist, dass als Reaktion auf eine neue Realität Formate entstehen werden, die man auch daheim am Bildschirm in voller Spannung genießen kann.

Wie weit wird es möglich sein, die Grenzen zwischen Liveperformance und medialer Kunst aufzubrechen? Die Suche nach Alternativen zur Bühne ist in vollem Gange.

Auch schon vor dem Shutdown entstanden, vor allem im Bereich der Choreografie, Universen, die zwar für den Theatersaal erdacht sind, sich aber bestens für die Rezeption im Wohnzimmer eignen. Grafische Kunst und interaktive Technologie spielen hier eine entscheidende Rolle. Der Japaner Hiroaki Umeda, die Franzosen Adrien M & Claire B oder die Amerikanerin Liz Santoro erfanden bereits vor Covid-19 interessante Beispiele für gleichzeitig visuelle und körperliche Kunst, die direkt nach Hause gestreamt werden kann. Parallel dazu erweist sich, dass der Einsatz neuer Technologie – etwa die ...

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BTR Ausgabe 4 2020
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 40
von Thomas Hahn