handbuch für choreografen 9

Die Serie. Neunter Teil. musik / zusammenarbeit / stille

musik

Traditionell ist es der Choreograf, der ein Musikstück entdeckt oder in Auftrag gibt und dann etwas darauf choreografiert.
Das ist beileibe kein schlechter Ansatz.

musik

Ganz egal, was für Musik oder Klänge du dir zum Arbeiten aussuchst: Das Wichtigste ist, dass du dir Gedanken machst über die relative Gewichtung dessen, was wir am Ende zu sehen und zu hören be­kommen: Laute Musik deckt kleine Bewegungen zu, und Klänge be­herrschen häufig die gesamte Atmosphäre.


Mit der Musik oder den Klängen, die du verwendest, kannst du unter Umständen den Charakter eines Stücks komplett verändern (man denke etwa an Filme).
Ist es die Atmosphäre der Musik oder der Klänge selbst, die du an­strebst? Oder existiert darunter noch eine andere, zartere, jedoch nicht weniger kraftvolle Atmosphäre, die Gefahr läuft, erstickt zu werden?

musik

Choreografierst du zu einer Musik, so kannst du das relative Gewicht deiner Bewegungen exakt nach der Stärke der Klänge ausrichten, die wir hören werden.
Akustische Rhythmen verarbeitet unsere Wahrnehmung anders als visuelle Rhythmen. Der Rhythmus, den du hörst, wirkt stärker als der Rhythmus, den du siehst.
Eine Möglichkeit, die Kraft der Musik und die Kraft der ...

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Tanz Juli 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Jonathan Burrows