münchen: Frederick Ashton, Kenneth MacMillan: «Steps & Times»

Über eines seiner bekanntesten Ballette sagte er: «It has a distant, uncompromising beauty which says I am here, I am beautiful, but I will not make an effort to charme you.» Das trifft es. Frederick Ashton kreierte «Scènes de ballet» 1948 fürs Londoner Sadler‘s Wells Ballet, den Vorgänger des Royal Ballet, und feierte damit die Schönheit des klassischen Tanzes. Nicht offensiv-lautstark, sondern subtil, stilvoll, mit Raffinesse und einem gehörigen Schuss Understatement. Typisch upper class eben.

Mit «Scènes de ballet» zeigt das Bayerische Staatsballett die erste Premiere einer Spielzeit unter dem  Motto «Very British!?». Hierzulande ist Ashton praktisch nur durch seine Ballettkomödie «La fille mal gardée» bekannt. Dass er mehr als bäuerliche Liebeständeleien auf die Bühne bringen konnte, bekam man im deutschen Sprachraum nur selten zu sehen. Darum ist die erste Hälfte des «Steps & Times» betitelten Programms im Münchner Nationaltheater Rehabilitierung und Aufklärung zugleich, obschon die anderen beiden Werke der Ashton-Hälfte lediglich Miniaturen sind, das Solo «Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan» (1976) und der Pas de deux «Frühlingsstimmenwalzer» (1977) als ...

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Tanz März 2012
Rubrik: kalender und kritik, Seite 42
von Klaus Kieser