Das Tänzermodel

Die Lifestyle-Zeitschrift Harper’s Bazaar präsentierte soeben die Nachwuchschoreografin Sun-A Lee als Model, fotografiert von Tae-eun Kim. Im Gespräch mit der Fotografin versuchte Thomas Hahn auszuloten, was Modefotografen an Tänzern fasziniert

Tae-eun Kim, Sie haben selbst getanzt, später in Rom Soprangesang und in Florenz Kunstfotografie bei Sabine Korth studiert, einer Meisterin der Fotomontage. Fashion-Fotografie lernten Sie bei Koreas Meister Seong-jin An. Und nun setzen Sie für die koreanische Ausgabe von Harper’s Bazaar Tänzer als Models ein. Warum?                       Ich fotografiere auch oft Schauspieler, sowohl für ihre persönlichen Books als auch für Fashion-Kataloge. Ich inszeniere sie wie in Filmen, dafür bin ich bekannt.

Asiatische Modezeitschriften präsentieren gern bekannte Schauspieler aus Film und Theater, und die stellen sich auch gern zur Verfügung. Jetzt arbeite ich mit Tänzern und genieße das. In meinem nächs-ten Leben will ich Tänzerin sein, denn Tänzer können sich so unmittelbar mit dem Körper ausdrücken. Sie brauchen kein Medium wie die Kamera. Ich arbeite auch lieber mit Tänzern als mit Profi-Models. Denn Letztere sind geradezu dressiert, für sie ist das reines Business. Sie haben perfekte Körper, aber sie zeigen einfach zu wenig Herz und Seele auf den Bildern. Die Kommunikation mit ihnen ist schwieriger. Gut, andere Fotografen mögen das anders sehen ...

Models betrachten sich selbst als bloßes ...

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Tanz Januar 2009
Rubrik: Tanz vergeht, es werde Mode, Seite 18
von Thomas Hahn

Vergriffen